Das Gefälligkeitskonto in deinem "Café des Lebens"

Mit Geben und Nehmen gut umgehen können

Wie du mir so ich dir – solche Gedanken kommen in uns auf und wir denken über die Gerechtigkeit im Café des Lebens nach. Ist das Leben gerecht? Wenn wir unseren Gerechtler-Homie fragen, werden wir je nach Kontostand des Gefälligkeitenkontos eine entsprechende Rückmeldung bekommen. Diese führt besonders Beziehungen jeglicher Art auf den Prüfstand.

Was jedoch ist das Rechte im Leben, in unserem Leben?

Schauen wir uns auf der Welt um, wird schnell klar: Gerecht ist relativ. Denken wir zum Beispiel an Lady Diana. Nach einer Kindheit mit vielen Herausforderungen arbeitete sie als Erzieherin und wurde dann Princess of Wales und Prinzessin der Herzen. Ihr eigenes echtes Liebesglück hatte sie kaum gefunden, da verunglückte sie. Ist das gerecht? 

Wir sollten uns die eigene Grundeinstellung zu dem, was im Café des Lebens gerecht ist, genau anschauen, denn allzu gerne wird die Beziehung zu unseren Mitmenschen auf Grundlage des Gefälligkeitenkontos eingestuft.

Diese Art der Bilanzierung ist unseren Beziehungen jedoch nicht förderlich. Wenn wir die Welt als ungerecht empfinden, dann geschieht dies auf der Grundlage eines Gefühls, es handelt sich um eine gefühlte Ungerechtigkeit. Die gefühlte Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit verwaltet dabei unser innerer Gerechtler, ein Homie, der in seiner Tätigkeit gut geschult sein sollte, damit er nicht willkürlich regiert und das „wie du mir so ich dir“ nicht zur Währung macht. 

Natürlich habe ich das Recht,

zu entscheiden, wem ich einen Kredit geben möchte, und wer sein Guthaben durch reines Abheben verringert hat. Es ist ein Geben und Nehmen, das ich bewerte und als richtig oder falsch einstufe. Was allerdings richtig ist für mich und mein Leben, ist genau die Frage, die mit Bedacht beantwortet werden will. Da ich ein Teil der Welt bin, sollte meine Antwort auf diese Frage zur Weltwährung der Gefälligkeitenbanken passen. Selbst wenn ich die Welt nicht gerechter machen kann, kann ich nämlich mein Gefälligkeitenkonto beeinflussen und auf diese Art eben doch meinen Beitrag leisten. Damit das gelingt, sollte die Währung im Leben auf Liebe basieren und weniger auf gefühlter Gerechtigkeit. 

Wenn unser innerer Homie sich meldet,

da er meint, das Gefälligkeitenkonto sei überzogen, sollten wir in Liebe prüfen, ob es nicht doch noch eine Kreditchance gibt, eine Chance auf eine Vorleistung, mit der wir zeigen: Wir glauben an diese Person und investieren. Das kann im Stillen passieren – oder indem wir Kontobewegungen aufzeigen und den aktuellen Kontostand darstellen. 

Lebe ich in der Fülle, weiß ich, dass ich die Währung im Leben wählen kann. Ist Liebe meine Währung, werde ich diese auch auf meinem Bankkonto finden. Der Gerechtler-Homie wird es zu schätzen lernen, mit dieser Währung zu arbeiten. In Vorleistung zu gehen, fällt ihm dann leicht, denn er weiß, dass er aus der Fülle der Liebe schöpfen kann. Er kann selbstlos handeln, die Liebe weist ihm den Weg bei der Kreditbearbeitung.

Ein egoistischer Gerechtler-Homie dagegen reagiert schnell kritisch und hinterfragt jede Vorleistung aus Angst vor Verlust. Er traut sich nicht ohne Weiteres, etwas zu geben. Was bekomme ich wohl dafür? Diese Frage stellt er sich immer wieder und führt das Konto so womöglich in die Leere, da er immer wieder auf den Gegenvorschlag wartet. Er geizt mit seinen Leistungen und das hinterlässt seine Spuren.

Nun geht es uns aber darum, die Konditionen im Café des Lebens achtsam zu formulieren. Das Gefühl der Gerechtigkeit können wir beeinflussen, indem wir uns öffnen und weniger geizen. Als Erfinder unseres Lebens haben wir ein gutes Gefühl dabei, nicht nonstop an Geben und Nehmen zu denken, wir finden Erfüllung im selbstlosen Verhalten versus Egoismus. Denken wir an Prinzessin Diana, die Prinzessin der Herzen. Alles ist möglich. 

Lebe und lass deine inneren Homies liebevoll arbeiten.

Das fördert gute Beziehungen in einem Umfeld der Fülle. Wenn ich mich selbstlos bewege, kann ich darauf verzichten, ständig an Geben und Nehmen zu denken, da dies sowieso die Basis meines Tuns ist. Selbst wenn die Währung nicht immer die gleiche ist, mit der auf mein Konto eingezahlt wird, habe ich viele Möglichkeiten, mein Gefälligkeitenkonto mit Wert anzufüllen. Geben ist seliger als nehmen, so lehrte Jesus.

Mein Tipp: Mit Freude zu geben ist am schönsten. Dabei zählt nicht die Höhe des Betrags – auch kleine Ein- und Auszahlungen zeigen, welche Währung dir wichtig ist. Überlege dir bei der nächsten Anfrage an deine Gefälligkeitenbank, was du tun kannst, um in Vorleistung zu gehen und eine gute Beziehung zu fördern, wem du heute einen schönen Tag schenkst und was du dir selbst schenkst, um einen schönen Tag zu haben. Schau dir dein Gefälligkeitenkonto am Abend an und achte auf die Fülle, die entstanden ist. Uberlege, was du tun kannst, um sie weiter zu steigern. Oft sind es dabei die kleinen Dinge, die beim Geben und Nehmen den Unterschied machen. Nach Heinz Rühmann zum Beispiel ist Lächeln das Kleingeld des Glücks. Brauchst du noch mehr Anregungen? Schau dich gerne um und kick dein Potenzial hier auf meiner Seite. 

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