Der Hygiene Faktor im "Café des Lebens"

„Der ist ja nicht ganz sauber.“

Wir alle kennen diesen Ausspruch und wissen: Nicht die Sauberkeit im wörtlichen Sinn ist gemeint – eher eine Form sozialer Hygiene, die im Café des Lebens sehr wichtig ist. 

Wir haben mittlerweile einiges kennengelernt, was im Café des Lebens von Bedeutung ist. Gemütszustände und ihre Auswirkungen, Aspekte der Ethik – was uns im Café des Lebens so begegnet und begleitet. Doch warum sollen wir uns damit auseinandersetzen? Reicht es nicht aus, einfach nur zu leben? Das wäre schön, denken wir uns. Doch wäre das tagein tagaus wirklich schön? Eher nicht, denn genau hier fängt es an, nicht ganz sauber zu werden in unserem Leben. Schleichend stellen sich Veränderungen ein. Langsam nimmt das Strahlen ab, der Glanz vergeht, es ist nicht mehr ganz so sauber – Zeit, an soziale Hygiene zu denken. 

Oft merkt man das selbst, wenn es auch ab und zu an Antrieb mangelt.

Besonders wenn man nur für sich ist, geht der Antrieb schon mal verloren. Denn die inneren Freunde sagen erst einmal nichts, es schleicht sich eine verführerische Ruhe ein. Kein Lärm um nichts, das Leben ist bequem und man denkt, alles ist gut. Doch allmählich stellt man fest, dass die Leere im Leben größer wird und der Weg zurück in die Fülle schwieriger. Unrat verschleiert die klare Sicht. Wir Menschen sind Herdentiere, das wissen wir aus der Evolutionsgeschichte. Was passiert also, wenn wir die Regeln der sozialen Hygiene nicht kennen und befolgen? Zuerst ändert sich nicht viel, doch mit der Zeit wird man an den Rand gedrängt oder gar ausgeschlossen. Der Grund? Der ist doch nicht ganz sauber! 

Wie aber halten wir unser Café des Lebens sauber?

Von Haus aus ist das Café des Lebens zunächst einmal ein sehr sauberer Ort. Wenn wir in einem wertschätzenden Umfeld aufwachsen, ergibt es sich fast wie von selbst, dass wir die sozialen Hygienestandards einhalten. Es geht dabei um die Wechselbeziehung zwischen Gesundheitszustand und sozialer Umwelt, um das Erhalten der eigenen Einheit zum Zwecke des Gemeinwohls.

Demut und Dankbarkeit spielen dabei eine große Rolle.

Dankbarkeit für das Café des Lebens und für das Miteinander im Café des Lebens. Dieses Miteinander schenkt uns eine Basis für den Austausch darüber, was unser Leben in die Fülle bringt. Es bietet uns die Gelegenheit, unsere Eindrücke und Gefühle auszudrücken, uns mitzuteilen, wenn wir uns unwohl fühlen. Damit andere uns helfen können bei diesem Hausputz der Gesundheit. Es ist wie die Seife im Putzwasser, die für den Glanz im Leben sorgt, für die Zufriedenheit, die wir ausstrahlen, und die auch andere wahrnehmen. Doch es dient nicht nur dem Putzen und Säubern, sondern auch dem Wohlbefinden, es fördert die Sozialstruktur.

Tiere machen das übrigens hervorragend,

Pferde zum Beispiel beknabbern sich. Wie können wir Menschen das im Café des Lebens nutzen? Eine Umarmung zur Begrüßung, ein Handschlag zum Willkommen heißen, eine liebevolle Berührung. All das verbindet uns, hilft uns, uns angenommen zu fühlen, fördert eine Aura der Zusammengehörigkeit und des Miteinanders und damit einen Schutz vor sozialem Staub. Setzen wir dagegen sozialen Staub an, nutzt dieser die Chance, uns auszugrenzen und uns das Gefühl zu geben, dass wir nicht dazugehören. Geben wir ihm also keine Chance, sondern nutzen wir die Basis der Dankbarkeit und des Miteinanders für unseren Hygienestandard im Café des Lebens. 

Übrigens gibt es auch eine Super-Sauber-Formel.

Sprache wirkt wahre Wunder, wenn es darum geht, Schmutz im sozialen Miteinander zu vermeiden oder zu beseitigen. Lob etwa bringt Brillanz und Glanz in unser Miteinander. Wir vergessen es leider allzu oft, doch ein nettes Wort wirkt oft mehr als tausend nette Taten, es füllt unser Leben sofort mit Glanz und Licht. Der Austausch mit Menschen bietet eine brillante Möglichkeit, zu sehen, ob es noch glänzt in unserem Café des Lebens. Eine Art zwischenmenschliches Putzmittel für das soziale Miteinander. Selbst Tratsch bietet eine Möglichkeit, ist allerdings eher die Scheuermilch unter den Putzmitteln – daher bitte nur in Maßen anwenden. Austausch ist wichtig, denn wenn das Wort stirbt, stirbt die Kommunikation. Jeder Austausch hat zur Folge, dass wir in Aktion kommen und unseren Hygienefaktor verbessern. Besonders Anerkennung und Lob wirken direkt auf unser Belohnungssystem im Körper und steigern unser Glücksgefühl. Nach diesem Prinzip funktionieren übrigens auch die Like-Symbole bei Facebook. 

Hausputz im Café des Lebens ist also machbar,

doch wie immer muss ich aktiv werden. Ich bin die Putzkraft in meinem Café des Lebens. Getreu dem Motto von Erich Kästner: Es gibt nichts Gutes außer: Man tut es. Schau also, wie leuchtend es bei dir sein soll, hast du alle Bereiche, die wir in unserem Blog kennengelernt haben, gut herausgeputzt? Nur so kann die Wechselwirkung zwischen Gesundheit und Umwelt brillant werden oder bleiben.

Mein Tipp: Gönn dir selbst etwas zum Herausputzen deiner selbst. Ein Saunabesuch, eine Massage oder ein Besuch im Kosmetikstudio sorgen für eine bessere Ausstrahlung, für die du oft ein Kompliment oder Lob bekommst. Das fördert die soziale Hygiene! Weitere Ideen findest du auf meiner Seite, viel Spaß damit!