Die Brocken im „Café des Lebens“

Deine Blockaden als Trainingseinheiten

Hört das denn nie auf? Kommt denn immer wieder etwas Neues auf mich zu? Was mache ich nur – hier mit der kleinen Angst, dort mit dem ungeliebten Gegenüber? Wenn wir auch vieles im Leben schon sehr bewusst angehen, so kennen wir dennoch diese Begegnungen mit Problemen, mit der Angst oder mit Abweisung.

Im Café des Lebens ist die Menschlichkeit zu Hause,

das Miteinander. Natürlich fühlt es sich dann am besten an, wenn wir im Einklang sind mit uns und mit den anderen. Doch genau das ist auch gleichzeitig die größte Herausforderung, da wir ja alle soziale Wesen sind mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Wir brauchen also eine große Portion Verständnis, eine Art sozialen IQ, der durch den EQ, die Empathie, gestärkt wird. 

Die Erfahrungen mit den Gästen und Menschen in unserem Café des Lebens sind prägend und sogar lebenswichtig, denn ohne die anderen Menschen auf der Welt wären wir nicht lebensfähig, unser Café nicht geschäftsfähig. Daher hilft uns ein größeres Bewusstsein, das Leben mit Empathie wahrzunehmen, neue Wege zu finden und Erfinder zu bleiben.

Eine Art Trainingseinheit daraus zu machen

– nicht im Fitnessstudio, sondern im wirklichen Leben. Tatsächlich können wir Probleme als Trainingseinheit und den Umgang mit Angst als Krafttraining empfinden, das uns hilft, mutig zu bleiben. 

Wenn sich uns wieder mal ein Brocken wie ein Block in unseren Weg stellt, können wir diesen meist nicht einfach zur Seite schieben. Er blockiert uns im wahrsten Sinne des Wortes. Das Erkennen der Blockade hilft uns aber, das nötige Bewusstsein zu entwickeln, um eine Lösung für diese Situation zu er-finden und insgesamt eine gute Sichtweise zu entwickeln, mit der wir auch in Zukunft ähnlichen Brocken auf dem Lebensweg begegnen.

Es hilft uns, weniger mit Wut, Ärger oder Angst zu reagieren, dementsprechend nicht in der Leere zu landen und uns auch nicht dauerhaft blockiert zu fühlen. Sondern die Energie zu nutzen, um unser Ziel, das wir durch den Brocken nicht mehr wahrnehmen können, anzupassen, neue Wege zu finden und in der Fülle zu bleiben. Unsere Energie aus Wut, Ärger und Angst auf unserem Weg zu nutzen, um neue Ziele anzusteuern und neue Chancen zu finden. Getreu dem Leitsatz des Piloten, der es so formulierte:

„Man muss durch die Angst fliegen, um weiter zu kommen.“

Das Café des Lebens ist nicht in Stein gemeißelt, wir können es dynamisch gestalten und uns mit den anderen Menschen empathisch darauf einschwingen. Probleme gehören dazu, entscheidend ist unser Bewusstsein, unsere Bereitschaft, sie zu sehen und als Trainingseinheit anzunehmen. Schicksalsschläge sind oft weniger leicht als Trainingseinheit wahrzunehmen, doch schon das Teilen dieser Erfahrungen erleichtert oft den Umgang damit. Ablehnung ist doppelt so stark, wenn sie von beiden Seiten kommt. Wenn wir uns und unser Leben aber lieben, spüren wir in Fällen der Ablehnung nie die volle Leere. 

Mitfühler haben im Café des Lebens immer einen Platz frei, weil sie etwas finden möchten – Erfahrungen, um das Leben zu meistern, Trainingseinheiten, um die Fülle zu stärken und die Leere durchzustehen – alles kann eine Trainingseinheit bieten, und mein Bewusstsein hilft mir, das zu sehen. Meine Resonanz mit dem Leben liefert mir die Trainingseinheiten, die mich weiterbringen. Das Wissen, das ich über mich und meine Persönlichkeit habe, bringt mich allerdings nur dann weiter, wenn ich diese Trainingseinheiten auch nutze, um mich zu entwickeln. Lebenslanges Lernen, ein Leben, das gefüllt wird – und ich wähle aus, womit. Ich finde die Trainingseinheiten, die mich weiterbringen und stärken. 

Ein amerikanisches Sprichwort lehrt uns:

„Choose your battles“ –

kämpfe die wichtigen Kämpfe! Gehe mutig im Leben voran, deine Einstellung hilft dir, die Brocken aus dem Weg zu räumen oder neue Wege zu finden. Unser Leben ist ein Weg und die Blöcke, die uns im Weg liegen, sind die Trainingseinheiten.

Wenn wir den Weg nicht alleine frei bekommen, haben wir Menschen, die uns zur Seite stehen und uns helfen. Wir können also unser Sein nutzen, um uns in der Kunst zu üben, das Leben zu er-finden und zu emp-finden.

Als Erfinder unserer Cafés des Lebens können wir diese Einstellung kultivieren, ohne im Nichtstun stehen zu bleiben. Lebe ich oder werde ich gelebt? Der Mut, ja zu sagen zu dem, was kommt, ist eine bewusste Entscheidung.

Sich für die Fülle im Leben zu entscheiden,

aus der Leere zu gehen, ist ebenso Einstellungssache. Ich kann es alleine schaffen oder mit den Menschen um mich herum gemeinsam angehen. Leben ist selten ein unveränderlicher Standpunkt, auch wenn meine Persönlichkeit mich verführen möchte, das zu glauben. Wenn ich möchte, hört meine Entwicklung also nie auf. Das nährt den Reichtum im Leben.

Arbeite ich allerdings dagegen an, kann ich als Persönlichkeit im Leben auch die Leere erfahren. Manche Situationen wiederholen sich solange, bis die Trainingseinheit abgeschlossen ist. Wenn der Brocken dann bewegt ist und das Training mich weitergebracht hat, kommt Neues.

Tipp: Schenk dir täglich ein „Aufwärmen“ für die Trainingseinheiten, die kommen. Stell dich nach dem Aufwachen vor den Spiegel und sag dir laut oder in Gedanken: “Willkommen neuer Tag. Ich bin dankbar für neue Trainingseinheiten“. Zuerst fühlt es sich etwas eigen an, doch wenn du es regelmäßig übst, wird es zur Gewohnheit, ähnlich einer Übung beim Sport. Es ist eine Aufwärmübung, die uns darauf vorbereitet, die Brocken im Leben leichter anzugehen. Wenn du für dein Training noch mehr Ideen brauchst, schau dich gerne hier auf der Plattform um.