Die Gemeinschaft im „Café des Lebens“

„Ich bin, wie ich bin.“

So sagen wir zwar ganz gerne, doch die Wirklichkeit ist eine andere. Denn ein Teil von uns wird geformt von der Summe der Menschen, mit denen wir in Beziehung stehen. Es gibt sogar eine Faustregel, die behauptet: Zeig mir die fünf Menschen, die dir am wichtigsten sind, und ich sage dir, wer du bist. 

Im Café des Lebens kommt es auf Gemeinschaft an.

Alleine in meinem Café des Lebens auf Entdeckungstour zu gehen, ist zwar interessant, doch sinnvoll wird es erst dann, wenn ich Beziehungen aufbaue und mir anschaue, was sich dort in der Gemeinschaft abspielt. Wir kommen nun also vom Ich zum Gegenüber, dem Du. 

Welche Motive bewegen uns im Leben? Als Erfinder des Lebens genießen wir es, unser Glück zu finden und zu spüren. Unseren Motiven im Leben näher zukommen, uns zu einer Persönlichkeit zu entwickeln und ein erfülltes Leben zu leben. Nicht vorzugeben, dass wir eine Sahnetorte sind, wenn wir  Krümelkuchen sind in unserem Café des Lebens.. Authentizität ist unser Credo. Noch schöner aber ist es, im Austausch zu sein und all das zu teilen, um es weiter auszubauen. 

Denn wir stehen immer in Beziehung zu anderen Menschen,

ob direkt oder indirekt. Beziehungen sind unsere Verbindung zur Welt, Netzwerke geben uns Halt und unterstützen unsere Entwicklung. Wir stehen miteinander in Resonanz, was die Fülle in unserem Leben potenzieren oder uns in die Leere begleiten kann. Wir sollten das Leben so nehmen, wie es kommt, jedoch sollten wir alles dafür tun, dass es so kommt, wie wir es mögen.

Wir sollten also etwas dafür tun, eine positive Resonanz zu erzeugen. Oft hilft uns der Satz „Ich bin, wie ich bin“ da nicht weiter. Denn auch unser Gegenüber hat eventuell dieses Denkgitter und seine eigene Motivstruktur. Dabei ist diese Begrenzung ein Produkt des reinen Egoismus und günstigen Beziehungen im Leben nicht förderlich. Vielmehr sollten wir unser Vermögen trainieren, mit Menschen in guter Resonanz zu leben. Ich erinnere gerne noch einmal an eine hilfreiche Erkenntnis:

Jeder Mensch ist eine Persönlichkeit, jeder hat ein Recht auf Respekt.

Wenn wir uns selbst respektieren und diesen Respekt auch anderen entgegenbringen, eröffnen sich viele Möglichkeiten. Unser Mindset spielt dabei eine entscheidende Rolle, und wir sind deshalb angehalten, alte Denkgerüste einzureißen und neue Strukturen aufzubauen. Wenn wir uns auf die Fülle des Lebens einstimmen, dann sollten wir das auch in jeder Situation nutzen, die uns das Leben bringt. In dieser guten Grundstimmung von Fülle lebt es sich leichter. Wenn uns jemand entgegenkommt, der uns nicht sofort mit guter Stimmung erfüllt, können wir uns im Café des Lebens umschauen und an unsere Grundeinstellung der Fülle erinnern. 

Es gibt dabei viele Techniken.

Eine besteht darin, sich den Menschen in der Fülle vorzustellen. Erinnerst du dich noch an unsere Eingangsfrage? Bist du die Sahnetorte oder der Krümelkuchen in deinem Leben? Dieses Bild funktioniert auch gut im Umgang mit deinen Mitmenschen. Kommt dir ein Krümelkuchen entgegen, der in der Leere ist, denk ihn dir einfach als Sahnetorte in die Fülle oder mach umgekehrt über die Fülle eine Sahnetorte daraus. Beide haben sicher Basis Zutaten die eine Gemeinsamkeit bilden. Wandle dein ungünstiges in ein günstiges Mindset um. Und tu das zuerst einmal nur für dich, um dir selbst Gutes zu tun, nicht dem anderen zu verändern. Um dich und deine Fülle zu erhalten. Dabei wirst du feststellen, dass du Menschen mit diesen guten Gedanken und deinem Respekt bewegen kannst, selbst aus der Leere in die Fülle zu kommen.

Es hilft dir auf jeden Fall, eine gute Grundstimmung in deinem Café des Lebens zu erhalten. Wenn du dann mit Menschen in Kontakt trittst, sollte auch das auf der Ebene der Fülle passieren: Probiere, die Leute nicht in die Leere zu drängen. Respektiere sie!

In der holistischen Kommunikation spricht man vom respektvollen Kommunikationsquadrat. Beachtet man dessen vier Winkel, bleibt die Nachricht in der Mitte ausbalanciert und wird nicht beeinflusst, der Respekt wird gehalten. Im ersten Quadratwinkel geht es darum, Menschen ausreden zu lassen. Im zweiten achtest du darauf, ihnen nichts einzureden. Im dritten Quadratwinkel solltest du keine Ratschläge erteilen und im vierten keine unerwünschten Kommentare abgeben. 

Was sich leicht anhört, ist oft eine große Herausforderung. Menschen zu respektieren und einen ganzheitlichen Kommunikationsansatz zu wählen, ist für gute Gemeinschaft im Café des Lebens sehr wichtig. Gleichzeitig ist es auch sehr wichtig, zu sagen, was zu sagen ist. Authentisch sein. Man sollte also klar in der Sache und freundlich und fair im Ton sein. Das hilft im Austausch, eine gute Beziehung zu etablieren. 

Denke also an eine günstige Haltung in der Kommunikation.

Hast du das Gegenüber schon in eine Schublade gepackt, wird es schwierig mit einem Austausch in der Fülle. Denke deshalb an die Sahnetorte und erhöhe in der Fülle die Chance auf eine günstige Beziehung, statt auf der Einbahnstraße der Leere in die Beziehungswüste zu fahren. Durch unseren Austausch bilden wir Beziehungen. Füll dein Café des Lebens mit günstigen Beziehungen und lass das Leben einziehen. 

Mein Tipp: Schau dir eine Beziehung, die du schätzt, die gefüllt ist mit guten Energien, in der Retrospektive an. Was kannst du hier lernen, was fällt dir hier leicht, was kannst du auf andere Beziehungen übertragen, um sie zu füllen? Ziehe jetzt einen Vergleich zu einer Beziehung, die du gerne verbessern möchtest. Schau dir auch diese Beziehung in der Retrospektive an und überlege, wo Respekt der Schlüssel ist, wie dein Mindset dir weiterhilft und inwiefern eine holistische Kommunikation dich stärkt. Viel Spaß beim Üben – und wenn du mehr Input brauchst, schau dich gerne um.