Lebe bewusst und nicht emotional

Kaffee oder Tee zur Sahneschnitte?

Eine essentielle Zutat, die das Rezept für die Haltung verfeinert, ist das Bewusstsein dafür, was eigentlich Haltung bedeutet. Ähnlich wie bei der Wahl zwischen Kaffee oder Tee hat man stets die Wahl, die eine oder die andere Haltung einzunehmen. Doch ohne Bewusstsein wird diese Wahl oft zur Herausforderung. Die Kraft des Bewusstseins wird dabei von unserem Emotions-Barista beeinflusst. Hier ein Bild für euer Kopfkino: Läuft in einem Café alles gut, kommt die Bestellung klar an und ist der Barista ein Profi, so wird die Kaffeespezialität zum Genuss und alle sind zufrieden. Ähnlich läuft es mit unserem Bewusstsein ab: Wenn alles passt und die Bestellung klar ist, liefert unser Emotion-Barista die passende Gemütsbewegung. Doch wie so oft im Café des Lebens ist auch hier alles möglich. Man bestellt zwar einen Cappuccino, doch das Ergebnis ist nicht von der Qualität, die man kennt und erwartet. 

Woran liegt das? Die Antworten sind vielfältig. Ich will mit einem Zitat starten:

Lebe bewusst und nicht emotional.

Dieses Zitat hab ich auf einem Teebeutel entdeckt und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Ich bin ein Emotionspaket, wie soll ich ohne Emotionen auskommen… meinem Emotion-Barista einfach kündigen? Niemals, unvorstellbar für mich! Die Aussage des Zitats ist jedoch eine andere, und es dauerte, bis ich das für mich erkennen konnte.

Erkenne deinen Emotions – Barista

Sich der Emotionen bewusst zu werden, das Wesen und Wirken des Emotions-Barista zu kennen, das ist gemeint. Und es lohnt sich, denn von unseren sieben Grundemotionen (nach P. Ekman) sind alleine fünf eher zehrend und führen zur Leere, nur zwei dagegen sind kräftigend, die Fülle des Lebens stärkend. Lasse ich es im Café des Lebens laufen, wie es kommt, hat der Emotions-Barista freie Hand und macht mit meinen Gefühlen, was er will. Wenn mir dagegen bewusst ist, was passiert, habe ich die Chance, auch bewusst Einfluss darauf zu nehmen, was die Emotionen mit mir machen. 

Bewusst mit dem Emotion – Barista umgehen

Sich den Emotions-Barista bewusst anzuschauen und mit ihm in den Austausch zu gehen, sorgt also für mehr Bewusstsein im Leben. Möchte ich mich füllen mit positiven Emotionen, sollte ich diese auch unterstützen und meinem Emotions-Barista eine Art Arbeitsanweisung liefern: Erkenne ich, dass belastende Emotionen hochkommen, dann gebe ich ihm einfach eine Pause zum Verschnaufen oder einen Platz zum Ausleben, um dann wieder bewusst weiter zu gehen. Hilfreich ist es zum Beispiel, eine wirkliche Kaffeepause einzulegen, sich mit einer Powerpose zu kräftigen, zu verschnaufen oder die Emotion wegzuatmen und Platz für Freude zu schaffen. Denn so sorge ich bewusst dafür, dass mein Emotions-Barista gut motiviert ist. Ich bin mir bewusst, was mir Freude im Leben macht, und überrasche mich selbst – und ihn – mit guten Dingen.

Mit diesem Grundgerüst vor Augen, kann man die Arbeit des Emotions-Barista bewusst und gut unterstützen. So wie man auch im Café die gute Stimmung bemerkt und sich die Chemie zwischen den Teams bis zu den Gästen überträgt, so kann man sich zum Beispiel bewusst entscheiden, einem anderen Menschen eine Freude zu bereiten – auch wenn eine Kaffeespezialität mal nicht gelungen ist, dem Anspruch nicht genügt. Das sorgt für Freude und stärkt das Konto der Fülle im Leben. 

Bewusstsein ist der Auftraggeber unseres Emotions-Barista:

Ob wir jetzt Kaffee oder Tee bestellen, können wir beeinflussen oder sogar wählen. Alles ist gut, so lange wir die Emotion bewusst leben und immer wieder neu entdecken. Entscheiden wir uns für Fülle im Leben, so hilft uns die Freude. Möchten wir Leere vermeiden, so hilft es, den Emotions-Barista bewusst bei seiner Arbeit zu unterstützen. Ihm dabei zu helfen, für uns das Richtige zu tun, indem wir selbst entscheiden, was uns gut tut. 

Tipp: Lebe bewusst und nicht emotional bedeutet für mich, die Freude am emotionalen Leben zu fördern. Emotionen zu verstehen und zu leben, und zwar bewusst zu leben, um nicht von ihnen gelebt zu werden.Den Emotions-Barista noch bewusster kennenzulernen, lohnt sich. Ich werde bei meiner nächsten Ausgabe weitere Ideen liefern. Zwischenzeitlich möchte ich euch den Disney Pixar Film Alles steht Kopf zu diesem Thema ans Herz legen.