NEU ! Resilienz Blog 07: Du entscheidest - raus aus der Zwickmühle…
Resilienz 4.0:
Du entscheidest - raus aus der Zwickmühle: Überlebensmodus oder Lebensmodus?
Die Antwort scheint auf den ersten Blick einfach: Alles, was mich betrifft, ist auch meine Entscheidung. Doch genau hier liegt die Herausforderung. Entscheidungen kosten Energie – besonders, wenn wir in inneren Zwickmühlen stecken. Wie also treffen wir gute Entscheidungen, ohne uns in endlosen Gedankenschleifen zu verlieren?
Der beste Entscheidungsweg: Offenheit und Denkraum
Gute Entscheidungen erfordern Offenheit. Wer mit einem starren („fixed“) Mindset festhängt, sieht oft nur eine begrenzte Auswahl an Möglichkeiten. Untersuchungen zeigen, dass Menschen mit einem „growth Mindset“ – also einer offenen Haltung, die auf Lernen und Entwicklung ausgerichtet ist – flexibler und lösungsorientierter agieren.
Doch Offenheit allein reicht nicht. Wir brauchen auch Raum zum Nachdenken. Ein Umfeld, das es erlaubt, Perspektiven zu wechseln und Alternativen zu durchdenken. Denn oft sind es nicht die großen Fragen, die uns lähmen, sondern die kleinen Dinge, die sich summieren. Daher lohnt es sich, frühzeitig kleinere Risikofaktoren zu reduzieren, um mehr Energie für Wesentliches zu haben.
Lösen kostet genauso viel Energie wie Nicht-Lösen
Ein spannender Ansatz, den ich in einem Kurs gelernt habe: Unser Gehirn verbraucht genauso viel Energie für ungelöste Probleme wie für gelöste. Wenn das so ist – warum nicht gleich zur Lösung kommen?
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Zitat von NeurowissenschaftlerDamir del Monte: „Stress ist eine Einladung, die Modelle der Welt anzupassen – intern oder extern.“ Das bedeutet: Entscheidungen zu treffen heißt auch, sich innerlich oder äußerlich zu verändern, um weiterzukommen.
Die Zwickmühle: Metaakzeptanz als Schlüssel
Aber was, wenn ich mich nicht entscheiden kann, weil ich zwei Optionen gleichermaßen will? Hier bietet das Metaakzeptanz-Modell von Günter Schmidt eine wertvolle Orientierung. Es basiert auf folgenden Prinzipien:
1. Love it: Liebe, was du tust. Folge deiner Begeisterung – wo deine Augen leuchten, ist der richtige Weg.
2. Change it: Wenn du es nicht lieben kannst, verändere es. Das kann Anpassung, Bearbeitung oder auch bewusstes Aussortieren bedeuten.
3. Leave it: Wenn Veränderung nicht möglich ist, dann lass los. Manchmal muss Altes gehen, um Neues zu ermöglichen.
4. Do it: Ins Tun kommen! Wissen allein bringt nichts – es geht darum, den nächsten Schritt tatsächlich zu machen.
Und wenn all das gerade nicht geht? Dann bleibt noch ein fünfter Punkt:
5. Accept it: Akzeptiere, dass du es momentan nicht ändern kannst. Das bedeutet nicht Resignation, sondern eine bewusste Entscheidung, erst später zu handeln.
Entscheidungen bewusst treffen – und reflektieren
Damit wird ein Satz besonders kraftvoll: Du entscheidest. Und oft hilft es, sich Zeit für eine bewusste Reflexion zu nehmen. Das hilft auch bei der Entscheidung Lebens oder Überlebensmodus. Denn wie heißt es so schön?
„Reflexion kommt vor Aktion.“
Resilienz Blog 06: Hier entlang- vom Überlebensmodus zum Lebensmodus
HIER ENTLANG : VOM ÜBERLEBENSMODUS ZUM LEBENSMODUS
In meinem letzten Blogbeitrag habe ich beschrieben, wie es sich anfühlt, im Lebensmodus zu sein – in einem Zustand, in dem Herausforderungen bewältigbar erscheinen, das Steuer des Lebens fest in der Hand liegt und man das Gefühl hat, auf dem richtigen Kurs zu sein. Ich kenne meinen Stressfass- Level und weiß über den Füllstand Bescheid.Doch ich weiß aus eigener Erfahrung, dass dieser Zustand nicht selbstverständlich ist.
Auch ich habe oft erlebt, wie ich in den Überlebensmodus gerutscht bin, ohne es zunächst zu merken. Doch warum passiert das eigentlich? Warum empfinden wir Stress oft als „normal“? Und vor allem: Wie können wir erkennen, wann uns Stress hilft und wann er uns lähmt?
Warum wir Stress als normal hinnehmen
Stress gehört zum Leben, das ist klar. Und in vielen Fällen ist er sogar hilfreich: Er motiviert uns, gibt uns Energie und hilft uns, auf den Punkt konzentriert zu sein. Ich erinnere mich gut an Situationen, in denen eine neue Herausforderung – etwa ein berufliches Projekt oder eine private Entscheidung – zunächst für Irritation gesorgt hat. Im ersten Moment fühlte es sich unangenehm an, fast so, als wäre ich aus meiner Komfortzone gestoßen worden. Da erinnere ich mich an folgende Begebenheit:
Während einer Fortbildung in Paris gab es Macarons – und natürlich habe ich mich riesig darauf gefreut. Im festen Glauben, dass Macarons immer süße Köstlichkeiten sind, habe ich voller Genuss hineingebissen. Eine Kollegin schaute mich plötzlich entsetzt an und fragte: „Weißt du, was da drin ist?“ Selbstbewusst sagte ich: „Natürlich, ist doch ein Macaron!“ Doch als ich genauer schmeckte, wurde ich stutzig. Irgendwie war das… herzhaft. Meine Kollegin konnte sich kaum halten vor Lachen und meinte: „Das ist Leberpastete!“ Tja, als Vegetarier war das natürlich ein ziemlicher Schock. Seitdem weiß ich: Traue nie einem Macaron, bevor du die Füllung kennst! Meine Lernkurve war groß nach dieser Irritation.
Doch wenn der Kontext stimmte, wurde diese Irritation zu einer Chance: Ich habe gelernt, mich weiterentwickelt und meine Komfortzone Stück für Stück erweitert. Dieses Wachstum fühlt sich später unglaublich befriedigend an. Vielleicht kennst du das auch: Wenn man eine schwierige Situation gemeistert hat, merkt man plötzlich, wie viel stärker oder selbstbewusster man dadurch geworden ist.
Wenn Stress kippt: Der Überlebensmodus
Doch nicht immer läuft es so. Es gab Momente in meinem Leben, da war der Stress zu groß. Ich habe mich überfordert gefühlt, konnte keine Lösung finden und hatte das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken. Vielleicht kennst du das auch: Alles scheint zu viel zu sein, und plötzlich reagiert dein Körper, bevor dein Verstand überhaupt eine Antwort hat.
Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als mein Leben von einem ständigen Grundrauschen bestimmt war – so laut, dass ich die Stille kaum noch aushalten konnte. Ruhe fühlte sich unangenehm an, fast beängstigend. Also war ich immer in Aktion.
Das begann schon morgens: Ich wachte mit dem Handy in der Hand auf, der Fernseher lief, und Musik sorgte dafür, dass keine Sekunde der Stille aufkam. Bloß keine Lücke lassen, in der ich hätte nachdenken oder fühlen können. Mein Leben hatte immer mehr Umdrehungen, und ich dachte, das wäre normal.
Die Wochen waren vollgepackt mit Arbeit, die Wochenenden mit Freizeitstress. Zeit für mich? Fehlanzeige. Ich war überzeugt, dass das eben dazugehört – doch irgendwann merkte ich, wie sehr mich dieses Tempo auslaugte.
Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht kennst du dieses Gefühl, ständig on zu sein und nicht mehr abschalten zu können. Es fühlt sich an wie ein Überlebensmodus, der alles dominiert.
In solchen Momenten übernimmt der Überlebensmodus. Das klingt dramatisch, aber es ist ein biologischer Prozess. Unser Gehirn schaltet in den Alarmzustand: Der präfrontale Cortex – also der Teil, der für klares Denken zuständig ist – gibt auf. Stattdessen übernehmen das limbische System und die Amygdala, die für Angst und schnelle Reaktionen verantwortlich sind.
Was passiert dann? Ich kann es nur so beschreiben: Mein Blick wurde enger, meine Gedanken chaotisch, und ich fühlte mich völlig machtlos. Entscheidungen zu treffen oder mich zu beruhigen war fast unmöglich. Statt Lösungen zu finden, kreisten meine Gedanken nur noch um das Problem, was sehr viel Energie kostet. Erschreckend dabei, dass es irgendwann fast sich wie “normal” anfühlt.
Der Dauerstress: Eine schleichende Falle
Für mich war es besonders schwierig, weil ich lange gar nicht bemerkt habe, dass ich in diesem Zustand feststeckte. Ich war so sehr im „Funktionieren“, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie viel Energie mich das alles kostete. Es fühlte sich an, als würde ich in einem Hamsterrad rennen – immer schneller, aber ohne wirklich voranzukommen.
Besonders belastend war für mich, dass ich das Gefühl hatte, von meiner Bestform immer weiter wegzukommen. Statt kraftvoll und souverän durch den Tag zu gehen, wurde ich immer müder und unzufriedener. Vom “Top” zum “Flop”. Und ich wusste einfach nicht, wie ich aus diesem Zustand wieder herauskommen sollte.
Wie ich meinen Weg zurückgefunden habe
Der erste Schritt, den ich gemacht habe, war, wieder in mich hineinzuhorchen. Das klingt vielleicht einfach, aber in der Hektik des Alltags fällt es unglaublich schwer, innezuhalten und zu fragen: Wie geht es mir eigentlich?
Hier habe ich eine Methode entdeckt, die mir sehr geholfen hat: das Embodiment.
Ein gutes Bild dafür ist ein ruhiger See, auf dessen Wasseroberfläche ein Stein einschlägt und konzentrische Kreise zieht. Wenn wir gestresst sind, gleicht unser Inneres einem aufgewühlten See. Doch indem wir achtsam wahrnehmen, was in unserem Körper passiert, können wir das Wasser beruhigen und wieder die Steuerung übernehmen.
Embodiment bedeutet, die Verbindung zwischen Körper und Geist bewusst wahrzunehmen und zu nutzen. Ich habe gemerkt, dass mein Körper mir oft viel früher signalisiert, dass etwas nicht stimmt, als mein Verstand. Vielleicht kennst du das: Verspannungen, Unruhe, ein flacher Atem – all das sind Signale, die ich früher ignoriert habe.
Ein Werkzeug, das mir besonders geholfen hat: der Body Scan
Eine Übung, die ich regelmäßig mache, ist der Body Scan. Dabei nehme ich mir Zeit, meinen Körper Schritt für Schritt wahrzunehmen. Ich gehe in Gedanken von Kopf bis Fuß durch und spüre, wo Verspannungen, Unruhe oder andere Empfindungen sind. Das war anfangs gar nicht so leicht, weil ich so daran gewöhnt war, diese Signale zu überhören.
Doch mit der Zeit wurde der Body Scan zu einem Anker für mich. Ich habe gelernt, schneller zu erkennen, wenn ich in den Überlebensmodus rutsche, und bewusst gegenzusteuern. Diese Achtsamkeit hat mir geholfen, das Steuer wieder in die Hand zu nehmen und aus dem Dauerstress auszusteigen.
Was ich daraus gelernt habe
Für mich war die wichtigste Erkenntnis: Stress ist nicht das Problem. Es ist unsere Reaktion darauf, die entscheidet, ob wir daran wachsen oder daran scheitern. Es lohnt sich, auf die Signale des eigenen Körpers zu hören und gezielt Techniken wie den Body Scan einzusetzen, um wieder in die Selbststeuerung zu kommen.
Wenn du dich gerade im Überlebensmodus befindest: Du bist nicht allein. Und es gibt Wege, da wieder herauszukommen. Fang an, dich wieder zu spüren. Nimm dir kleine Momente im Alltag, um innezuhalten und auf deinen Körper zu hören.
[/vc_column_text][/vc_column]
Resilienz Blog 05: Lebensmodus - Dein Gesamtbild ist der wahre Luxus im Leben
Lebensmodus –
Heute möchte ich mich mit dem Gesamtbild unseres Lebens auseinandersetzen, dem Lebensmodus. Man könnte es auch vergleichen, mit einem kostbaren Meisterwerk und damit ein wahrer Luxus in meinen Augen. Für mich ergibt das Leben ein Gesamtbild oder Meisterwerk, weil es Facetten unseres Daseins vereint – die Farben, Schatten und Linien, die unser Leben einzigartig machen. Dabei habe ich ein sehr klares Bild vor Augen, das meine Gedanken dazu prägt. Es gab eine Zeit in meinem Leben, da war ich so gefangen in meinem Alltag – ein Alltag, der fast ausschließlich aus Arbeit bestand. Ihr könnt euch vorstellen, wie da die Farben ausgesehen haben, auf meinem Bild. Ich kam abends nach Hause, und statt mich erfüllt oder zufrieden zu fühlen, war da nur Leere. Vielleicht kennst du dieses Gefühl. Der Tag ist voll, dein Kalender platzt aus allen Nähten, aber am Ende fühlst du nichts – keine Freude, keine Zufriedenheit, nur das Gefühl des endlosen Stresskreislaufs.
Ich wusste, dass das nicht gut für mich war. Es war mir bewusst, dass ich in einer Art Stressmodus lebte, aber ich habe es trotzdem einfach weiterlaufen lassen. Irgendwie funktionierte es ja. Bis zu dem Punkt, an dem ich mich ernsthaft fragte: Wo ist mein Leben eigentlich geblieben? Wo sind die Momente, in denen ich mich lebendig fühle, in denen ich Energie und Freude spüre? Diese Fragen waren für mich ein Weckruf, und an diesem Punkt begann für mich ein großer Wendepunkt.
Es war, als ob ich plötzlich innehalten und das große Ganze betrachten konnte.
Ich stellte mir mein Leben wie ein Bild vor. Ein Bild, das an vielen Stellen verschwommen und farblos war. Es gab aber auch Bereiche, die voller Leben und Farbe waren – die Momente, in denen ich wirklich bei mir war, in denen ich in meinem besten Zustand war und mich wahrgenommen habe. Dieses Bild half mir dabei, Klarheit zu gewinnen: Wo lief es gut, wo spürte ich das Leben? Und wo war ich nur noch im Funktionsmodus, ja fast im Überlebensmodus? Diese Erkenntnisse waren schmerzhaft, aber auch befreiend. Denn jetzt wusste ich, wo ich ansetzen musste, um Veränderung herbeizuführen.
Eine der größten Veränderungen, die ich vorgenommen habe, betraf meine Arbeit. Ich habe erkannt, dass ich zu viel Energie in etwas steckte und meine Flexibilität raubte. Also habe ich meinen Arbeitsmodus verändert und mir mehr Freiraum geschaffen – Freiraum für das Leben. Das klingt einfach, ist es aber oft nicht. Denn im Leben stehen wir immer wieder vor der großen Frage: Geld oder Leben?
Für mich war die Antwort klar:
Ich wollte das Leben zurück. Also begann ich, bewusster auf meinen Stress zu achten, darauf, wie voll mein inneres Stressfass war. Denn ist es nicht so, dass wir oft so lange in diesem Stressmodus leben, bis ein kleiner Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt? Dieser Punkt kam bei mir öfter, als ich zugeben möchte. Mir war das früher nicht einmal bewusst. Der Stressmodus war zu meiner Normalität geworden, hat einfach den Lebensmodus überblendet. Mein Gefühl war, es ist doch alles da. Ich hatte so viel von dem, was mich belastete, gar nicht mehr wahrgenommen. Aber das ist doch die eigentliche Herausforderung: Der Alltag schleicht sich ein, nimmt uns das Bewusstsein und raubt uns die Flexibilität, etwas zu spüren und somit zu verändern.
Als ich endlich die Entscheidung traf, Dinge zu verändern, stellte ich fest, dass der Lebensmodus langsam wieder seinen Platz in meinem Leben fand. Ich erinnere mich an eine Situation, die für mich sinnbildlich für diese Veränderung steht. Eines Morgens schlenderte ich durch die Nachbarschaft hier Hamburg, eine Geschäftsstraße die ich früher immer nur hastig durchquert hatte. Plötzlich überkam mich ein Gefühl der Freude, einfach weil ich mir die Freiheit genommen hatte, in diesem Moment bewusst da zu sein. In Ruhe dem Moment bewusst zu spüren.Es war, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, und ich musste laut lachen, so schön war dieses Gefühl. Wann hast du das letzte Mal dein Leben gespürt?
Falls du diese Leichtigkeit vermisst, dann ist es vielleicht an der Zeit, dass du ebenfalls einen Schritt zurücktrittst und dein Lebensbild anschaust. Oft merken wir gar nicht, wie sehr der Alltag uns fest im Griff hat. Achtsamkeit und Bewusstsein sind der Schlüssel, um gut mit sich umzugehen, um für sich zu sorgen. Nimm dir einen Moment, um nachzudenken und Bilanz zu ziehen: Wie sieht dein Gesamtbild aus? Wann warst du das letzte Mal in Bestform? Was könntest du tun, um wieder dorthin zu kommen, oder vielleicht sogar eine neue Bestform zu finden? Bist du im Lebens, Leben oder Überlebens unterwegs.
Wahrer Luxus ist den Lebensmodus,
bewusst zu wählen und gestalten zu können, frei von äußeren Zwängen und Stressmustern. Es bedeutet sich Zeit zu nehmen für die Dinge, die wirklich zählen- Momente der Ruhe authentische Verbindung und die Freiheit, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Der wahre Luxus ist nicht materiell, sondern die Fähigkeit, im Hier und Jetzt zu sein und das eigene Gesamtbild des Lebens zu gestalten.
Es lohnt sich, diesen Weg zu gehen. Denn am Ende ist es nicht der Stress, der zählt, sondern die Momente, in denen du das Leben wirklich spürst.
Resilienz Blog 04: Das Stressfass ist wie dein Stresskonto
.
NEU! Das Stressfass ist wie dein Stresskonto

Das Stressfass
Stell dir vor, dein Wohlstand im Leben wäre wie ein Kontostand, auf den du regelmäßig Buchungen vornimmst. Auf der einen Seite gibt es die Gutschriften – das sind deine Schutzfaktoren, wie positive Beziehungen, Erholung, und Freude. Auf der anderen Seite gibt es die Belastungen – deine Stressfaktoren, wie Druck bei der Arbeit, persönliche Herausforderungen oder andere Belastungen des Alltags. Die Summe dieser beiden Seiten ergibt dein persönliches Stresskonto, und es bestimmt, wie wohl du dich im Leben fühlst. So wie in der Betriebswirtschaft die Salden darüber entscheiden, ob ein Unternehmen Gewinn oder Verlust macht, beeinflussen auch die Salden deines Stresskontos, ob du im Leben aufblühst oder stagnierst.
Ein anschauliches Bild, das Sebastian Mauritz in diesem Zusammenhang verwendet, ist das sogenannte Stressfass. Als ich es kennengelernt habe bei meiner Ausbildung zum Resilienz Trainer hat es mich sofort beeindruckt. Stell dir vor, du hast ein großes Gartenfass, wie es zum Beispiel bei mir im Elternhaus stand. Dieses Fass ist deine Stresskapazität. Es kann nur eine bestimmte Menge an Wasser – sprich Stress – aufnehmen, bevor es überläuft. Und jeder Tropfen, der das Fass füllt, steht für eine Situation in deinem Leben.
Vielleicht hast du es selbst schon erlebt:
Manchmal scheint es, als ob ein einziger, zusätzlicher Tropfen der Auslöser für das Überlaufen ist. Ich kenne das bei emotionalen Diskussionen oder nach einem nervigen Tag abends zu Hause und dann etwas nicht klappt – da spüre ich den Tropfen. So funktioniert auch Stress in unserem Körper. Jeder von uns kennt Stress und weiß, dass man ihn bis zu einem gewissen Grad bewältigen kann. Stressige Situation können auch Lernfelder sein oder einen fordern. Aber wann ist es genug? Wann schaltet unser System vom Lebens- in den Überlebensmodus? Und wann gerät unser Stressfass so sehr außer Kontrolle, dass wir uns in einer Krise wiederfinden? Hier hilft bewusst wertvolles Leben:
Es gibt Möglichkeiten, das Stressfass zu regulieren. Du kannst beispielsweise einen Deckel auf das Fass legen, der verhindert, dass zu viel Stress hineingelangt. Das bedeutet, dass du dir bewusst Pausen nimmst und gezielt manche Stressoren aus deinem Leben entfernst. Dadurch verringerst du die Gefahr, dass der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt, dein Leben aus der Balance wirft.
Ein weiterer wichtiger Aspekt,
ist der Spannungsring des Fasses, der dem Fass eine gewisse Flexibilität verleiht. Übertragen auf unser Leben bedeutet das, dass wir lernen, flexibel mit Emotionen umzugehen. Wenn wir in der Lage sind, unsere Emotionen besser zu regulieren, wird unser Stressfass dehnbarer und weniger anfällig für Überflutung. Eine sehr wirksame Methode dafür ist zum Beispiel das regelmäßige Praktizieren von Achtsamkeit oder Meditation.
Zu guter Letzt hat jedes Fass auch einen Auslauf. Im übertragenen Sinne bedeutet das, dass du Wege finden solltest, um Stress abzubauen, bevor er sich zu sehr ansammelt. Für mich persönlich ist Bewegung wie Schwimmen ein wirksames Ventil, um Stress abzubauen. Andere finden ihren Ausgleich im Laufen , durch Atemübungen oder andere Entspannungsmethoden. Es geht darum, dass du dein persönliches Stressfass gut kennenlernst und dir die Möglichkeiten aneignest, wie du es pflegen und regulieren kannst.
Wenn du also dein Stresskonto bewusst führst und dein Stressfass im Gleichgewicht hältst, hast du eine starke Basis, um eine ausgeglichene Bilanz in deinem Leben zu erreichen. Dein persönliches Wohlstandskonto hängt nicht nur von äußeren Umständen ab, sondern maßgeblich davon, wie du mit den Stressoren und Protektoren in deinem Leben umgehst.
Im Umgang mit meinem eigenen Stressfass,
finde ich mich oft in einem Wechselspiel zwischen bewussten und unbewussten Strategien wieder. Bewusst setze ich auf Routinen. Ich reflektiere regelmäßig, wie voll mein Stressfass ist, und setze gezielt Grenzen, um Überlastung zu vermeiden.
Doch es gibt auch unbewusste Momente, in denen ich merke, dass mein Fass fast überläuft, weil ich Stress verdrängt oder durch automatische Verhaltensweisen gemanagt habe. Diese Balance zu finden, ist eine fortlaufende Aufgabe, bei der Achtsamkeit und Selbstfürsorge eine zentrale Rolle wertvoll sind
Dein Stressfass kann somit zu einer wahren Hilfe auf deinem Lebensweg werden, wenn du lernst, es richtig zu handhaben. Selbststeuerung ist also gefragt.
Wie sieht es mit deinem Stressfass aus? Schreib dir gerne mal auf oder wenn du ein visueller Typ bist mal es dir auf.
Resilienz Blog 03: Stressfaktoren – Die Summe macht den Unterschied
.
NEU! Stressfaktoren – Die Summe macht den Unterschied

Stressfaktoren – Die Summe macht den Unterschied
Trotz vieler Schutzfaktoren war nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen in meinem Leben. Ja, auch bei mir gab es viele Dinge, die mich gestresst haben – und wie! Stressfaktoren begleiten uns alle. Sie sind Trigger, die uns aus dem Gleichgewicht bringen und manchmal die Kontrolle verlieren lassen. Dann geraten wir in einen Alarmzustand, der unterschiedlich intensiv ausfallen kann, je nach unserem eigenen Zustand und dem Kontext. Es wird emotional – und die Summe der Stressfaktoren entscheidet über die Wirkung.
Besonders während der Pandemie war mein Zustand nicht immer optimal. Ich merkte, wie ich schneller als sonst unüberlegt reagierte und in den Überlebensmodus wechselte. Kennt ihr das? Wie bei einem Dampfdruckkochtopf steigt der Ärger langsam auf, bis man kurz vor dem Explodieren steht. Und dann passiert es: Eine Reaktion, die man vielleicht gar nicht wollte. Der Ärger bricht mit seinem Feuerschwert los, die Steuerung versagt – man nennt das auch „Amygdala Hijack“.
Meine Umwelt hat das natürlich bemerkt:
Freunde, Bekannte und auch Kollegen. Falls ihr euch das schwer vorstellen könnt, empfehle ich euch den Film „Alles steht Kopf“.
Aber Stress ist nicht per se schlecht. In manchen Momenten habe ich ihn sogar als Begleiter auf dem Weg zum Erfolg wahrgenommen. Es geht also darum, sich bewusst zu machen, dass es sowohl positiven als auch negativen Stress gibt. Unkontrollierte Stressfaktoren können sich negativ auswirken, aber wenn sie dir bewusst sind, können sie dich auch beim Lernen unterstützen. Daher hier eine kleine Geschichte zu diesem Thema.
Es war einmal ein junger Mann namens Tom. Er lebte ein recht zufriedenes Leben, umgeben von Menschen, die ihm viel bedeuteten, und einem Job, der ihm Spaß machte. Doch wie bei jedem von uns gab es in Toms Leben auch Momente, die ihn belasteten. Diese Momente waren seine *Stressfaktoren* – kleine Funken, die seine Ruhe stören konnten, wenn sie sich anhäuften.
Einer dieser Stressfaktoren war zum Beispiel sein Handy,
das ständig vibrierte. Tom hatte es sich angewöhnt, jede Nachricht sofort zu beantworten, egal ob es wichtig war oder nicht. Es war, als wäre sein Telefon eine tickende Zeitbombe, die ihn in ständiger Alarmbereitschaft hielt. Auch die täglichen Staus auf dem Weg zur Arbeit brachten ihn regelmäßig aus der Fassung. Es war, als hätte er jeden Morgen das Gefühl, gegen die Zeit zu kämpfen. Hinzu kamen die Erwartungen seines Teams, der ihm immer mehr Aufgaben auf den Schreibtisch legte, bis Tom nicht mehr wusste, wo ihm der Kopf stand.
Doch es waren nicht nur die offensichtlichen Dinge,
die Tom stressten. Manchmal war es auch einfach der Lärm der Stadt, das ständige Gedränge in den Straßen oder die Tatsache, dass er selten Zeit für sich selbst hatte. Diese unsichtbaren Faktoren schlichen sich unbemerkt in seinen Alltag und setzten ihm zu, ohne dass er es zunächst bewusst wahrnahm.
Eines Tages, nach einer besonders hektischen Woche, saß Tom völlig erschöpft auf seinem Sofa und fragte sich, warum er sich so ausgelaugt fühlte. Es war nicht nur die Arbeit – es war die Summe all der kleinen Stressfaktoren, die sich über die Zeit angesammelt hatten. Jedes einzelne für sich genommen war vielleicht kein Problem, aber zusammen wirkten sie wie ein Rucksack voller Steine, den Tom den ganzen Tag mit sich herumtrug.
Als er begann, über all diese Dinge nachzudenken, wurde ihm klar:
*Stressfaktoren* sind überall. Sie sind nicht immer die großen Krisen oder Katastrophen im Leben, sondern oft die kleinen Dinge, die uns Tag für Tag herausfordern. Es kann der unaufgeräumte Schreibtisch sein, das ständige Multitasking, der Druck, alles perfekt zu machen, oder einfach das Gefühl, zu wenig Zeit für sich selbst zu haben.
Tom verstand: Um diese Stressfaktoren zu bewältigen, musste er sie zuerst erkennen. Er nahm sich vor, in Zukunft bewusster mit ihnen umzugehen. Er wollte lernen, nicht nur auf die großen Probleme zu achten, sondern auch auf die vielen kleinen Dinge, die ihn aus der Ruhe brachten. Denn, wie Tom feststellte, die Summe all dieser kleinen Stressfaktoren konnte am Ende mehr wiegen als jede einzelne Herausforderung und es ist nie absehbar, wann das eigene Stressfass überläuft
Mein Tipp: Beobachte dich selbst und finde heraus, welche Stressfaktoren dich triggern und wie du darauf reagierst. Erkennst du diese Reaktion ohne den Trigger wieder? Und vor allem: Wie würdest du lieber reagieren? Was brauchst du in diesen Momenten? Hast du schon eine Antwort? Falls nicht, nimm dir die Zeit, darüber nachzudenken – es ist eine gute Investition in dein Leben.
Schutzfaktoren und Stressfaktoren sind beide Teil unseres Lebens. Die Balance zwischen ihnen zu finden und aufrechtzuerhalten, ist der Schlüssel zu einem erfüllten und stabilen Leben. Einmal habe ich gehört, dass man für einen Stressfaktor drei Schutzfaktoren als Ausgleich braucht. Baue deine Flexibilität im Umgang mit diesen Faktoren auf, Durch Achtsamkeit und bewusste Selbstreflexion kannst du lernen, diese Balance zu steuern und dein Leben aktiv zu gestalten.
Resilienz Blog 02 - Schutzfaktoren
.
NEU! Schutzfaktoren

Die Summe der Schutzfaktoren
Schutzfaktoren im Leben: Was uns stärkt und schützt
Die Pandemie hat mein Leben von heute auf morgen verändert. Wem sage ich das – uns allen ging es so. Doch bei mir ging es noch etwas weiter. Das Büro war geschlossen und wir hatten verabredet, dass abwechselnd nach der Post geschaut wird. So war ich an einem kalten März-Tag unterwegs auf meinem Fahrrad, um im leeren Büro nach der Post zu sehen. Auf dem Rückweg bin ich gestürzt. Erst habe ich nicht realisiert, wie schwer dieser Unfall war. Doch am nächsten Tag war ganz klar: Beide Arme sind gebrochen. Da bin ich wohl schneller gefahren als mein Schutzengel – Gott sei Dank können Schutzengel fliegen, und er war noch bei mir.
Ich konnte die Zeit mit zwei gebrochenen Armen gut im Schutz meiner Lieben zur Genesung nutzen. Auch Corona hatte etwas Positives: die Ruhe und das weniger Reisen gaben mir mehr Zeit zur Regeneration. Doch meine wirklichen Schutzfaktoren, die mich wieder aufgeladen haben, waren Freunde, hilfsbereite Menschen und der Sonnenschein bei kurzen Spaziergängen in der Natur um die Alster. Von heute auf morgen gab es immer jemanden in meinem Leben, der mich zum Lächeln brachte. Ob es ein Freund war, der mir beim Anziehen half, oder die vielen lieben Menschen, die mich mit Essen versorgten und mit Gesprächen mental aufgebaut haben.
Hilfsbereitschaft gibt es mehr, als man denkt. Im Alltag erlebt man sie nicht immer, doch in besonderen Situationen ist sie spürbar. Da kann das Öffnen einer Tür auch das Herz öffnen, so ging es mir öfter in dieser Zeit. Wie gut Sonne tut, wissen wir wohl alle, aber bewusst zu genießen, dass sie ein großer Schutzfaktor ist, spürt man häufig erst, wenn man energielos ist.
Schutzfaktoren sind sehr wichtig im Leben, da sie uns aufladen.
Sie werden auch als „Protektoren“ bezeichnet, und ich kann nur sagen, jeder Tag kann uns Schutzfaktoren an die Seite stellen. Was hat dich heute zum Beispiel schon zum Lächeln gebracht?
Man braucht Schutzfaktoren, um im Leben stabil zu sein. Bewiesenermaßen helfen sie auch, Stressfaktoren zu mindern. Mach dir deine Schutzfaktoren zu deinen Helfern im Alltag. Hilfsbereitschaft, Sonnenschein und Freunde – diese kleinen, aber kraftvollen Elemente können dein Leben enorm bereichern und dich in schwierigen Zeiten unterstützen.
Einige der wichtigsten Schutzfaktoren im Leben sind:
1.Soziale Unterstützung: Freunde und Familie sind unverzichtbare Schutzfaktoren. Sie bieten emotionale Unterstützung, praktische Hilfe und eine Schulter zum Anlehnen.
2.Hilfsbereitschaft: Die Erfahrung, Hilfe zu bekommen und zu geben, kann das Gefühl der Verbundenheit und Sicherheit stärken.
3.Natur und Sonnenschein: Zeit in der Natur und die wohltuende Wirkung der Sonne können die Stimmung heben und das Wohlbefinden steigern.
4.Positive Einstellungen und Dankbarkeit: Eine günstige Lebenseinstellung und das Bewusstsein für die kleinen Freuden des Lebens können helfen, Herausforderungen besser zu bewältigen.
5.Regelmäßige Bewegung: Sport und Bewegung setzen Endorphine frei, die Stress abbauen und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Schon 10 Minuten täglich reichen aus. Es muss kein Hochleistungssport sein.
6.Achtsamkeit und Entspannung: Techniken wie Meditation, Yoga und tiefes Atmen können helfen, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen. Gute Wirkung auf den Körper werden schon nach 12 Minuten festgestellt.
7.Struktur und Routine: Ein geregelter Tagesablauf kann Stabilität und Sicherheit bieten, besonders in unsicheren Zeiten. Ich habe das ein oder andere Ritual in mein Leben integriert.
8.Selbstfürsorge: Sich selbst gut zu behandeln, Pausen zu machen und auf die eigenen Bedürfnisse zu achten, ist essenziell für die physische und psychische Gesundheit.
Dazu eine Frage: wer ist die wichtigste Person in deinem Leben? Ich habe meine Antwort hierauf gefunden. Vielleicht denkst du auch darüber nach.
Wenn du etwas kleiner starten möchtest, hier noch eine Schutzfaktoren Anfänger Frage: Was hat dich heute zum Lächeln gebracht? Vielleicht war es ein kurzer Moment der Freundlichkeit oder ein Sonnenstrahl, der dein Gesicht erwärmt hat. Erkenne und nutze deine Schutzfaktoren, um im Alltag kraftvoll und widerstandsfähig zu bleiben. Sie helfen zu 100 % auch gegen Stress.
Resilienz Blog 01 - Bewusst. Wertvoll. Leben trifft Achtsamkeit für dein Luxus:Leben
NEU! Resilienz 4.0 - Bewusst. Wertvoll. Leben trifft Achtsamkeit für dein Luxus:Leben

BWL und Achtsamkeit: meine „Betriebswirtschaftsanalyse“.
Bewusstsein schaffen – Entwicklung fördern = Resilienz 4.0
Hast du dich vielleicht gefragt, wie es dazu kam, dass ich begann, mein Leben bewusst und achtsam zu gestalten? Wie es zu der Idee von einem Luxus: Leben kam? Heute möchte ich dich an meiner persönlichen Reise teilhaben lassen und meine Erfahrungen mit dir teilen.
Schon lange lebe ich bewusst. Im Coaching ist Ressourcen Stärkung eine von mir geschätzte Methode. Aber was bedeutet das alles eigentlich? Bewusst leben heißt, jeden Moment aufmerksam und achtsam zu erleben, Entscheidungen überlegt zu treffen und den Augenblick voll auszukosten. Also Bewusstsein zu schaffen. Es geht darum, das Leben nicht einfach geschehen zu lassen, sondern aktiv und mit voller Präsenz zu gestalten. Dazu solltest du dir deiner Ressourcen bewusst sein und Zugang zu diesen kennen. Hier habe ich durch Mindfulness neue Wege für mich dazugelernt und für mich eine Entwicklung geschaffen.
Ebenso wichtig ist mir das Konzept des „wertvollen Lebens“.
Wer mich kennt der Weiss ich arbeite in der Luxusbranche. Hier meine ich nicht den äußeren Luxus, sondern dass ich für mich erkannt habe, dass es noch einen weiteren Luxus gibt, den inneren Luxus. Ein wertvolles Leben bedeutet für mich, Leben, das gelingen soll, welches in Einklang mit den eigenen Werten und Zielen geführt wird. Es ist ein Leben, in dem ich mich authentisch entfalten und meine Potenziale voll ausschöpfen kann. Es geht darum, Werte zu erkennen und zu schätzen, die über das Materielle hinausgehen – wie Liebe, Freundschaft, Gesundheit und persönliche Erfüllung. Ein wertvolles Leben ist reich an bedeutungsvollen Momenten und Beziehungen.
Doch wie bringt man diese Konzepte zusammen? Genau hier beginnt meine Reisegeschichte die ich hier teilen möchte.
Die Pandemie brachte viele Veränderungen mit sich. Die intensiven Arbeitsphasen und der Verlust von zwei wertvollen Menschen haben mich an die Grenzen meiner Belastbarkeit geführt. Einfach gesagt:Mein Leben wurde durchgeschüttelt. Bisher war mein Weg der Einklang in meinem Leben und ein großer Teil davon widmete ich der Lebensfreude. Doch jetzt spürte ich, dass ich mein Leben nicht mehr in seiner vollen Tiefe erlebte. Dieses Gefühl der Leere und Antriebslosigkeit veranlasste mich, mich intensiv mit den Themen Achtsamkeit und Resilienz auseinanderzusetzen.
Einfach machen – das war schon immer mein Motto und mein Antrieb.
Das hatte ich also nicht vergessen in dieser Zeit. Ich begann, Bücher zu lesen, Seminare zu besuchen und verschiedene Techniken auszuprobieren. Schnell stellte ich fest, wie wertvoll diese Praktiken für mein persönliches Wohlbefinden sind. Der nächste logische Schritt war für mich, eine Ausbildung zum Resilienztrainer und Coach zu absolvieren. Diese Ausbildung eröffnete mir neue Perspektiven und Werkzeuge, um mein Leben nicht nur zu meistern, sondern es wirklich zu leben.
Es war beeindruckend zu sehen, wie kleine Veränderungen große Wirkungen haben können. Es ist ein wenig wie Betriebswirtschaftslehre: Optimierst du kleine Prozesse, führt das zu einem großen Plus auf deinem Lebenskonto. Ich begann, bewusster mit meiner Zeit und meinen Ressourcen umzugehen und merkte, wie mein Leben wieder reicher und erfüllter wurde. Das fühlt sich richtig gut an – bis heute.
Eine Bewusstseinsauswertung, im Leben ist ein kraftvolles Werkzeug, um tiefere Einblicke in sich selbst zu gewinnen und bewusster zu leben. Es ermöglicht dir, deine Werte und Ziele klarer zu sehen, Ressourcen zu erkennen, besser mit Stress umzugehen, achtsamer zu sein und unsere Beziehungen zu verbessern.
Sich selbst bewusst sein, große Worte und nicht ganz so leicht in der Umsetzung. Vielleicht fragst du dich, wie du diese Prinzipien in dein eigenes Leben integrieren kannst.
Die gute Nachricht ist:
Es ist möglich und ich möchte dir zeigen, wie du es auch einfach machen kannst. Dein größter Luxus ist dein Leben. Sei dir dessen bewusst! In den nächsten Blog-Episoden werde ich dir wertvolle Impulse und praktische Tipps geben, wie du Achtsamkeit und Resilienz in deinen Alltag einbauen kannst. Sozusagen dein Bewusstsein schaffen und Entwicklung fördern.Sei gespannt und lass dich inspirieren durch meine Blog Beiträge.
Luxus:Leben - Die Kunst des Lebenswohlstand
Die Kunst des Lebenswohlstand

Ist nicht das Leben selbst schon Luxus?
Besonders in herausfordernden Zeiten merken wir, welche Werte uns im Leben ein Gefühl von Wohlstand geben, inwiefern unser Leben wahrer Luxus ist, wie jede Verbindung unserem Leben seinen Wert gibt. Von Sam Harris wissen wir, dass Werte Tatsachen brauchen, zum Beispiel Leid zu minimieren und Glück zu maximieren – sich im eigenen Leben wohlzufühlen also, einen wohligen Lebensplatz zu haben, seinen Lebens-Wohlstand zu finden. Dabei verhält es sich mit Wohlstand ähnlich wie mit Luxus: Es gibt eine innere und äußere Form, eine materielle und immaterielle Variante. Für mich persönlich sind beide ähnlich wichtig in ihrer Bedeutung. Wenn wir uns mit der inneren Dimension genauer auseinandersetzen, können wir jedoch sehen, dass sie die wahre Form von Luxus ist.
In Zeiten, in denen wir vieles auf den Prüfstand stellen und lernen dürfen,
helfen neue Perspektiven. Es ist im Leben wichtig, sich genau anzuschauen, wo wir günstig stehen und wo wir uns wohlfühlen. Oft geschieht das ganz unbewusst. Doch ab und an schenkt uns unser Leben Meilensteine, die wir uns bewusst erarbeiten können. Zwar würden wir gerade in diesen Zeiten oft am liebsten wegschauen und nichts von all dem wissen, doch gerade hier ist Hinschauen besonders angesagt.
In den ersten Jahren unseres Lebens nehmen wir die Meilensteine noch mit Leichtigkeit, wir übergehen sie geschickt, besonders wenn wir mehr in der Extraversion leben. Doch mit den Lebensjahren merken wir, dass das Leben echte Bewegung und Entwicklung bedeutet, dass Dynamik günstiger ist als Stillstand. Ähnliches meint vielleicht Albert Einstein, wenn er so treffend beschreibt: Der Sinn des Lebens besteht nicht darin, ein erfolgreicher Mensch zu sein, sondern ein wertvoller. Denn genau die Bewegung und die Entwicklung neuer Werte machen einen Menschen reich, Erfahrungen sorgen für das Gefühl der Erfüllung.
Auf der Suche nach diesem Gefühl kommen wir ganz oft in den Zustand des Erfinders.
So ging es auch mir. Schon seit über 25 Jahren bin ich als Trainer, Coach und Leader aktiv, und ich konnte dabei viel lernen – allem voran, dass das Zwischenmenschliche dem Leben den Wert schenkt. Im Luxusbereich, in dem ich meine Erfahrungen gesammelt habe, ist diese Erkenntnis wortwörtlich Gold wert: Über das schöne und wertvolle Äußere erinnern wir uns nicht nur an die schönen Dinge im Leben, sondern an schöne Momente und idealerweise auch an innere Werte. Innen so schön wie außen – das ist die ideale Einheit, der Punkt, an dem wir uns wohlfühlen, Wohlbefinden pur.
Ein Leben zu führen, das innen genauso schön ist wie außen.
In der Mitte zu sein, mit sich eins zu sein. Schon lange setze ich mich mit diesen Gedanken auseinander. Jetzt, da wieder so vieles wegfällt, wird uns noch deutlicher bewusst, was wir wirklich brauchen. Ist nicht der größte Luxus unser Leben? Wie schnell aber ist es gefährdet, wie schnell ist es außen und damit auch innen plötzlich nicht mehr so schön! Und was passiert, wenn diese Einheit aus der Balance kommt? Eine weitreichende Erkenntnis in diesem Bereich, die ich vor nicht allzu langer Zeit erlangt habe, möchte ich in diesem Zusammenhang gerne teilen.
Alle Zeichen standen auf den totalen Luxus im Leben, Materielles und auch Immaterielles haben gelockt. So bin ich dem Angebot gefolgt und in meine Lieblingsstadt Hamburg gezogen, um eine neue Stelle anzutreten. Zuerst lief alles nach Plan – doch dann kam das Leben: Meine Mutter verstarb und der Job war eine Herausforderung. Nichts fühlte sich mehr wohl an, mein Lebenswohlstand war ins Wanken geraten. Dieses Gefühl hat viel Energie gekostet, meine Welt aufrecht zu erhalten und wertvolle Momente zu haben, war harte Arbeit geworden. War das der Lebenswohlstand, den ich mir erträumt hatte? Fühlte sich so Erfolg an? Sollte dies wertvoll für mich sein?
Heute weiß ich, dass es ein Meilenstein war, den ich mir erarbeiten durfte. Ich habe angefangen, genauer hinzuschauen und mir bewusst zu machen, was wirklich wertvoll ist. Ich habe darauf geachtet, weiterzugehen und nicht stehen zu bleiben. Unser Lebenswohlstand ist kein Standpunkt. Vielmehr sind es die Verbindungen, die unserem Leben den Wert verleihen. Die Wege, die unser Leben einschlägt, machen es erst wertvoll. Um dies zu erkennen, habe ich die Position eines Erfinders eingenommen und mir die Kunst des Lebenswohlstands bewusst gemacht. Wenn auch du deine Haltung veränderst und die inneren Faktoren wertvoll findest, wird auch deine Handlung folgen in Form von Lebenswohlstand. Es geht dabei nicht um ein täglich perfektes Gelingen, sondern darum, weiterzugehen und sich der Werte im Leben bewusst zu werden. Lebenswohlstand findet zwar in der Komfortzone statt, wird aber außerhalb von ihr erfunden. Oscar Wilde formulierte es so: Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.
Heute weiß ich auch, welch erheblichen Reichtum Lebenswohlstand in mein Leben bringt.
Die Kunst, diesen Wohlstand, diesen Reichtum zu finden, möchte ich über meine Blogs gerne teilen. Denn wenn die Reise auch Jahre gedauert hat, so bin ich heute dankbar, dass mir das Leben diesen Meilenstein geschenkt hat. Als Coach begleite ich Menschen in ihr Potenzial und helfe ihnen dabei, ihren Lebenswohlstand zu finden, genauer gesagt: Erfinder zu sein in der Kunst des eigenen Lebenswohlstands.











